· 

Frühjahrsreise Mai 2026 Frankreich

12.05.2026 Wir sind nun wieder in Kiel gelandet


07.05.2026 Wir sind nun auf dem direkten Rückweg nach Deutschland


6.5.2026 Beuvron-en-Auge im Pays d'Auge

"Der Legende nach geht der Name Beuvron auf das altkeltische Wort "Biver" zurück, was "Biber" bedeutet. Das Dorf wurde zu Ehren des Bibers benannt, der durch einen Zauber zu einem Riesen wurde und das Dorf vor der Zerstörung bewahrte."

 

Nach dem Regentag setzt sich heute die Sonne wieder durch. Am Nachmittag landen wir im winzigen Dorf Beuvron-en-Auge, das wohl gerade mal 194 Einwohner hat und zu den schönsten Dörfern Frankreichs zählt. Wie wir erst vor Ort feststellen, waren wir 2019 schon einmal kurz hier. Seit damals sind so einige der alten Fachwerkhäuser restauriert worden, aber der Charme des Ortes wurde sehr schön erhalten. 

 

 

 

 


5.5.2026 Le Vivier-sur-Mer

Es regnet Sturzbäche, auch schon in der Nacht zuvor. Da kann man nicht viel anfangen, weder Radfahren, noch auf's Meer schauen. Kurz vor Le-Mont-Saint-Michel entscheiden wir uns kurzerhand, zu einem Restaurant an die Küste zu fahren. Es ist Mittagszeit, wir haben Lust auf Meeresfrüchte und landen bei der "Poissonnerie Chistel". Hier kann man frischen Fisch, Austern, alle Arten von Muscheln und Meeresschnecken kaufen ... und eigentlich auch vor Ort zubereitet essen. Was wir nicht wussten: Sitzplätze gibt es nur hinten auf der offenen Terasse und die ist nun wegen Regens geschlossen. Sehr schade. Aber nur wenige Meter weiter lockt ein Italienisches Restaurant, das "Mio Mondo". Wir werden nicht enttäuscht. Ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis für das tolle Essen, wie es auch in Italien nicht besser sein kann. 

Uns gefällt der Ort und die Gegend sehr gut, die typisch normannischen Häuser, nicht touristisch überlaufen, es ist eines der wichtigsten französischen Muschel- und Austernzuchtgebiete. Mehrere Austern- und Muschelzüchter haben entlang der Hauptstraße ihre Produktionsstätten und bieten Verkostungen an. Es lohnt sich wieder herzukommen.


04.05.2026 Zwischenstop auf einem Naturplatz bei einem Landwirt nahe Lamballe

In der nächsten Woche fangen ja schon wieder Feier- und Ferientage an mit Himmelfahrt und Pfingsten. Wir wollen sehen, dass wir dem Feiertagsverkehr entkommen und haben deshalb heute unsere Zelte abgebrochen und uns schon mal ein paar Kilometer weiter Richtung Heimat bewegt. 

 

Aber zuerst machen wir am Vormittag noch einen Schwenk zur Burg "Fort La Latte", die etwa vier Kilometer südöstlich vom Cap Fréhel auf einer Landzunge liegt. Wir wollen zu dem Aussichtspunkt, von dem es einen schönen Blick auf die Bucht und die Burg gibt, um zu fotografieren. Der Fußpfad dorthin, beginnt hinter dem Kassenhäuschen und wir müssten den Eintritt zur Burg entrichten. Darauf verzichten wir, da wir nicht vorhaben, die Burg zu besichtigen. 

 

Der Fußweg vom Parkplatz hinunter zu der Landzunge allein ist schon sehr schön mit dem vielen Grün und blühenden Blumen, auf denen sich just im richtigen Moment ein Schwalbenschwanz niederlässt. 

 

Na ja ... auch diese Gegend der Bretagne hat so ihre Legenden. Der Granitmenhir, den wir auf dem Fußweg passieren, trägt u.a. folgende Namen: „die Nadel des Kriegers“, „der Zahn“ oder „Finger von Gargantua“. 

 

"Einer ersten Legende zufolge soll Gargantua bei einem Konflikt mit den Korrigans der Halbinsel zu Tode gekämpft haben. Man sagt, dass die kleinen Inseln, die im Meer entlang des Cap Fréhel zu sehen sind, Teile des Riesen sind, die im Boden erstarrt sind. Der Menhir stelle einen seiner Zähne dar und der Felsen, auf dem heute das Schloss La Roche Goyon steht, seinen Kopf.

 

Eine zweite Legende erzählt, dass Gargantua, als er die englischen Inseln Jersey und Guernsey erreichen wollte, bei seinem Sprung einen Zahn verlor. Die Spuren seiner Hufe und seines Stockes sind übrigens noch heute am Fuße des Menhirs zu sehen.

 

Eine letzte Version (für die Älteren) erzählt, dass Gargantua trotz des Verbots seines Vaters, um die Engländerinnen und Engländer zu werben, sprang, dabei durch den Schwung des Sprungs sein Geschlechtsteil verlor und somit bei seiner Ankunft auf den englischen Inseln impotent war."

 

Unsere Vorräte sind über das lange Mai-Wochenende nahezu verbraucht. Die füllen wir im nächsten Lidl auf (wir kaufen bei Lidl ein, weil wir dort Brot bekommen, das länger als einen Tag hält). Nach langer Fahrt ist uns heute nicht mehr, so landen wir nur 27 Kilometer vom Cap Fréhel entfernt auf einem Bauernhof, der ein paar Stellplätze bietet. Schön im Grünen und sehr ruhig.


Vier Aufnahmen vom Vorabend kurz vor Sonnenuntergang 


03.05.2026 Camping du Cap Fréhel, Côte d`Émeraude


 

02.05.2026 Camping du Cap Fréhel, Côte d`Émeraude

Für seine bis zu über 70 Meter hohen Klippen ist das Cap Fréhel berühmt. Die Aussicht über das Meer ist grandios. Und wenn man - wie wir gestern - viel Glück hat, schwimmen und springen tief unten Delphine vorbei. Gut, wenn man ein Fernglas und gutes Teleobjektiv mit sich führt. 

 

Seit gestern haben wir wechselhaftes Wetter: Regen, Wind/Windstille, Gewitter, Sonne, kühl/warm ... alles dabei. Zu den beiden Leuchttürmen an der Spitze des Caps sind wir gestern bei Sonnenschein geradelt. Dem alten von Vauban erbauten Turm aus dem Jahr 1702 wachsen inzwischen Gräser und Blumen aus den Fensteröffnungen. Erst seit 1950 steht daneben der imposante neue Turm, dessen Licht ungefähr 55 Kilometer weit zu sehen sein soll. 

 

Unser so angenehm relativ wenig frequentierter Campingplatz hat uns fälschlicherweise dazu verleitet zu glauben, es wäre insgesamt auf dem Cap über das 1. Mai Wochenende relativ wenig los. Weit gefehlt. Der Parkplatz beim Leuchtturm ist voll, die Fahrradständer ebenso. Menschenmassen wie in den Sommermonaten sind es zwar nicht, aber auf den Wanderwegen entlang der Klippen bis zur Spitze und bei den Leuchttürmen wuselt es naturgemäß. Bei dem schönen Wetter kein Wunder. 

 

Jetzt am Abend kommen wir gerade zurück von einem Spaziergang zum gegenüber liegenden Strand Plage de La Fosse. Wir hofften auf einen erneuten blutroten Sonnenuntergang, wie der den wir vorgestern verpasst hatten. Zum Wasser geht es auf einem Treppenpfad hinunter. Am Strand sind wir überrascht ... es wimmelt von Sandflöhen. Man gut, dass wir lange Hosen und feste Schuhe anhaben. Der Sonnenuntergang wird leider nicht so spektakulär, trotzdem ist es ein schöner Anblick.

 


 

01.05.2026 Am Cap Fréhel