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Frühjahrsreise März 2026 Frankreich


31.03.2026 Stellplatz Songeons 

Am 26. März sind wir dann so weit und es geht los Richtung Frankreich. Wir wollen in die Bretagne. 

 

Wie es bei Rentnern manchmal so ist, haben wir die Osterferien überhaupt nicht auf dem Schirm und auf lange Staus auf den Autobahnen und im Elbtunnel überhaupt keine Lust. So zuckeln wir lieber am späten Nachmittag los über nahezu völlig freie Bundes- und Landstraßen, Zeit haben wir ja genug. Nur in Glückstadt an der Elbfähre haben wir einen längeren Aufenthalt. So ist es bald dunkel, die Straßen sind regennass, in unserem Alter nun doch als anstrengend empfunden. In der Nähe von Zeven bleiben wir für die erste Nacht. 

 

Weiterhin abseits der Autobahnen geht's zu einem uns bekannten ruhigen Stellplatz in Steinfurt und am nächsten Tag bei Venlo über die Grenze nach Holland und Belgien mit einer Zwischenübernachtung in Tongeren. Nun wollen wir doch ein wenig schneller vorankommen und nehmen am Sonntag, dem 29. März die Autobahn an Namur, Charleroi und Mons vorbei über die Grenze nach Frankreich bis Estrun. Hier hatten wir 2019 einen Aufenthalt auf einem sehr angenehmen Stellplatz am Rande des Dörfchens. Tja ... wie es manchmal so ist ... der Platz existiert nicht mehr, große Steinbrocken blockieren die Zufahrt. Schade. Ein paar Kilometer weiter südlich, hinter Cambrai, in Marcoing verbringen wir die Nacht mit ein paar anderen WoMo's auf einem einfachen Sand-Parkplatz direkt am Canal-de-St-Quentin.

 

Unser erstes Ziel in Frankreich (na ja, eigentlich eher Helgas Ziel) soll mal wieder eines der  "Plus beaux villages de France" (schönste Dörfer Frankreichs) sein. Die Beschreibungen und Bilder, die im Internet zu finden sind, machen richtig Lust auf einen Besuch des "Ortes der tausend Rosen". ..." ein wahres Sinnenerlebnis. Kletterrosen, Hortensien, Blauregen, Margeriten. Freuen Sie sich auf eine Explosion an Düften und Farben! Der Maler Le Sidaner hat sich in diesen Ort verliebt und legte hier wunderschöne Terrassengärten in den Ruinen des Schlosses aus dem 19. Jahrhundert an." "Ein Spaziergang durch dieses bezaubernde Dorf ... ist wie ein Spaziergang durch ein impressionistisches Gemälde. Sie werden berauscht sein von den wohlriechenden Düften der Blumen, überwältigt von den Farben und erstaunt von dieser zeitlosen Atmosphäre."

 

Am Montag, den 30. März erreichen wir die engen, Kopfstein gepflasterten Sträßchen von Gerberoy. Es heißt mal wieder Luft anhalten und hoffen, dass niemand entgegen kommt. Das Navi hätte uns auch anders herum leiten können, was einfacher gewesen wäre. Doch ein Navi denkt ja nicht mit. Vor dem Dorf gibt es einen großen Parkplatz, der jetzt nahezu leer ist. Wir spazieren los und es ist wie es ist: wir sind zur falschen Jahreszeit, oder aber auch zur richtigen, hier.  Was eigentlich klar war. Falsch, weil natürlich von der Rosen- und Blumenpracht noch nichts zu spüren ist, keine Explosionen von Düften und Farben. Wiederum sind jetzt nur sehr wenige Leute unterwegs. Das hat zwar sein Gutes, aber von der besonderen Atmosphäre ist zur Zeit nicht viel zu spüren. Nett ist das Dorf trotzdem.

 

Auf dem Parkplatz bei Gerberoy darf man nicht über Nacht stehen, wir steuern den WoMo-Platz in Songeons, ganz in der Nähe an. Ein toller, großzügiger Platz mit Entsorgungsmöglichkeit und dazu noch kostenlos. 

 

Am Dienstag, 31. März entscheiden wir uns, noch hier in Songeons zu  bleiben. Wir wollen erst einmal richtig in Frankreich ankommen und gehen zum Mittagessen in den Ort. Das Wetter ist nicht so toll, immer wieder kleine Regenschauer wechseln sich ab mit trockenen Phasen. Nun ja, wir sind in der Normandie.

Dorfansichten von Gerberoy


 

06.03.2026 An der Westküste

Fast genau sechs Monate lang hat Leo sich in diesem Winter die "Beine" in den Bauch gestanden und das erste Mal in seinem Kraftfahrzeug-Leben Schnee erlebt. Ein so langer Aufenthalt zu Hause war eigentlich nicht geplant ... aber letztlich war es auch gut und erforderlich, um einige Dinge zu erledigen, die sonst durch lange Abwesenheiten immer liegen geblieben sind. 

 

Am 6. März haben wir zur Eingewöhnung ein paar,  für die Westküste ungewöhnlich windstille Tage bei milden Temperaturen an der Nordsee hinter dem Deich am Sönke Nissen Koog verbracht. Endlich kamen unsere Stahlrösser nach der langen Winterruhe wieder zum Einsatz zu kleinen Touren über die Salzwiesen auf der Hamburger Hallig und entlang des Deiches. Auffallend waren die Scharen an Nonnen- und Graugänse, die sich auf den Salzwiesen satt futterten und am Abend in Formationen von tausenden Vögeln zu ihren Schlafplätzen zogen. Die Osterlämmchen sprangen vergnügt um ihre Mütter herum, und so viele Fasanenhähne, die uns über den Weg liefen, haben wir ja noch nie gesehen. Es waren schöne, erholsame Tage.

 

Und wie gut, dass wir Leo erst noch einmal getestet haben, bevor es auf längere Tour ging. Auf dem Rückweg nach Kiel waren seltsame Geräusche zu hören, die da nicht hingehören. In der Werkstatt musste der Keilriemen und das Ventilator-Lager gewechselt werden. Nun ist hoffentlich alles gut.