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NEUES ÜBER LEO

18.12.2019 - 19:42

FACE LIFTING

 

LEO hat in Bayern eine kleine Erneuerung erfahren. Durch ein Missgeschick in Frankreich hatte ich mir rechts hinten die Rammschutzleiste aufgerissen, weil der Vorbesitzer dort schon einen kleinen Schaden verursacht hatte. Nun, so ein abstehendes Stück Rammschutz erfüllt nicht mehr seinen eigentlichen Zweck und sieht auch nicht so toll aus. Kann ja nicht so viel kosten, so ein Stück auszubessern.

Dummerweise hat Bimobil in den letzten Jahren ausgerechnet diese Rammschutzprofile geändert und kann die „alten“ nicht mehr beschaffen. So riet man uns zur Erneuerung der gesamten Rammschutzleisten inklusive der Profile, die heute nicht mehr aus PCV bestehen, sondern aus Silikon. 

Wir haben uns, auch durch ein Kosten reduziertes Angebot, überreden lassen und nun hat LEO rundherum neuen Rammschutz aus Silikon und der eigentliche Schaden ist auch behoben. Bei meinem kleinen Ramming bekam die rechte hintere Schürze auch ein wenig ab und so ist diese nun auch erneuert. Sieht alles super gut aus, sauber und schließt überall wunderbar an der Kabine ab.

 

 

Seitdem gibt es bei uns nur noch Bratkartoffeln mit Spiegelei, denn wir müssen sparen. Aber LEO hat eine Wertverbesserung erfahren. - Na wenigstens das.

 

 

 

 

 

17.11.2020 - 09:59

TECHNISCHE ÄNDERUNG

Es war schon länger bekannt, dass uns dieser Tag irgendwann bevor steht. Heute nehmen wir einen Termin in der Firma Gas Wynen in Viersen war, um unsere Gasanlage auf den gesetzlich aktuellen Stand bringen zu lassen.

 

Was passiert heute?

Wir fahren schon seit LOLA in unserem WoMo mit einer Gasflaschen Kombination. Eine graue, deutsche Gasflasche und einen Gasflaschen-Tank. Diese Kombination hat sich bisher sehr gut bewährt. Unsere Touren begannen wir immer mit vollen Gasflaschen. War die bewegliche Gasflasche leer, wurde automatisch auf den Gasflaschen-Tank umgeschaltet. Dies geschah mit der “TRUMA Duo Control“. 

Doch bald gab es schon die erste gesetzliche Änderung, der Gasflaschen-Tank musste fest eingebaut und von unten entsprechend verankert werden. Als folgsamer Bürgen, kamen wir diesen Vorschriften im Rahmen unser entsprechenden Zeit nach. Bald darauf, großes Erwachen und Erstaunen, keiner wollte uns die Gasabnahme vornehmen, weil ein Gasflaschen-Tank verbaut war. Die Gesetzeslage hatte sich abermals verändert, wieder zu unseren Ungunsten. Mit Tricks konnten wir trotzdem 2 Abnahmen erfolgreich durchführen lassen und so eine Änderung der Anlage noch um 2 Jahre hinaus schieben. Mittlerweile war unser Misstrauen in den Flüssiggas-Verband stark gewachsen. In den entsprechende Foren wurde auch berichtet, dass weitere Maßnahmen bevor stünden, weil die Messart der Gasanlagen nicht ausreichend war. 

 

Heute ist also der große Tag.

Alles wird aus dem Gaskasten demontiert, die Flaschen neu positioniert, den Gasflaschen-Tank starr mit der Gasanlage verbunden und mit mindestens 3 Spezialankern und Gegenplatte am Fahrzeugboden verankert, die “TRUMA Duo Control“ komplett entfernt und durch Umschalt-Ventil (von Hand) ersetzt. Automatische Umschaltung darf nicht mehr sein. Alles in Allem hat diese Aktion 2-3 Stunden gedauert und entsprechend gekostet.

Heute am 17. 11.2020 sind wir noch beim TÜV Rheinland, um die gestzeskonforme Änderung bestätigen zu lassen. Hier lief alles sehr schnell und ohne Beanstandungen ab. Nun sind wir auf dem momentan richtigen Weg. In Kiel muss dann die Änderung noch in die Fahrzeugpapiere übertragen werden und dann fahren wir wieder gesetzeskonform mit LEO durch die Lande.

 

 

08. Oktober 2019

EINE FAST NICHT ENDEN WOLLENDE GESCHICHTE

 

Freitag den 18.09.2019 lokalisiert Heiko Wasser im hinteren Stauraum von LEO. Dies kommt anscheinend aus der Heizung. Er schraubt eine Sichtblende ab und siehe da, Wasser unterhalb der Truma Combi 6. Die Ummantelung ist schon ziemlich durchweicht. Also Truma Hotline in Deutschland angerufen und erhalten eine Adresse eines Truma-Partners in Seclin/Frankreich, ganz in der Nähe unseres Standortes. 

 

Die Werkstatt war nicht gleich auf Anhieb zu finden, stellte sich aber recht schnell als sehr kompetent heraus. Die Truma wird ausgebaut und siehe da die Feuchtigkeit kommt allem Anschein nach tatsächlich aus dem Boiler, der wohl undichte Stellen an den Verschraubungen hat. Nun kommt die Frage, die ja kommen musste. Alt und reparieren (ca. 1500 € und mehr und mind. 5 Tage Wartezeit) oder neu und 2800 € bezahlen und Soforteinbau. Uns schien der sicherere Weg zu sein ein neues Teil einbauen zu lassen. Wir wollten natürlich deshalb nicht viel Zeit verlieren.

 

Während der ganzen Kommunikation mit der Werkstatt und dem Werk in Deutschland (man hatte einen fremdsprachigen Ansprechpartner) entdeckt Heiko im Fahrzeug noch mehr Feuchtigkeit. Er ging der Sache mehr und mehr auf den Grund hatte unverhoffte Hilfe vom Chef der Werkstatt, Maurice. Schließlich fanden beide den zusätzlichen Übeltäter. Aus einer Schlauchverbindung tropfte stetig Wasser in den Unterboden, verschwand unter der Batteriekiste unbemerkt und lief zwischen dem Alu Fahrradkasten und der Absenkung im Unterbau nach draußen. Hatte sich aber auch in einem quer verlaufenden Kabelkanal verdünnisiert. Alle im Unterbau installierten Geräte werden ausgebaut, eine Zwischenwand entfernt, um an den Kabelkanal zu kommen. Hier war aber glücklicherweise alles in Ordnung, es hatte sich Wasser nur verlaufen.

Maurice behob mit Erfolg die Ursache an dem Schlauchverteiler und Heiko baute die abgeschraubten Geräte und Zwischenwände wieder ein. Ein halber Tag war vergangen, aber das Problem war nun unter Kontrolle. 

 

Die Truma wird eingebaut, alle Verbindungen hergestellt, Probelauf durchgeführt und Einweisung in die Handhabung auf französisch vorgenommen. Neu ist nämlich die Bedienung über ein Display und nicht auf so simple Art wie zuvor, mit Drehknopf. Heiko hat die Handhabung schnell begriffen und so geht es an die Bezahlung. Der Werkstattchef nahm keinen Cent mehr als vorher vereinbart, nicht einmal die aufgewendete Zeit für die Suche nach der undichten Stelle (immerhin ein halber Tag) hat er berechnet. Wir fanden es nur richtig und fair diese Zeit mit einem Hunderter zu honorieren. Mit einem Schluck Rosé klang der Arbeitstag aus und wir konnten auf dem Gelände die Nacht verbringen.

 

Heiko fährt auf dem Gelände rund 10 Meter über den Platz zum Wasserhahn, um Wasser zu tanken, da springt das Gebläse der Truma Combi 6 von allein an. Keiner hat Hand angelegt. Zu allem Überfluss beginnt es im Wagen sehr brenzlich zu stinken. Was nun, die Werkstatt war geschlossen, wie stellt man den Gestank und den blöden Ventilator bloß aus. Es gibt keine andere Möglichkeit als den Hauptschalter. Natürlich zeigt die Truma nun auf dem Display den Fehler-Code W 255 H - heißt: keine Verbindung vom Display zur Truma. Na toll. Das fängt ja gut an.

 

Am Samstag Morgen erstauntes Gesicht bei Maurice. Er prüft, misst und liest die Fehler des Gerätes mit dem Laptop aus, baut schließlich ein neues Display ein, ersetzt den Motor für das Gebläse, der hat wohl geschmort. Prüft, mißt wieder und macht einen Probelauf auf dem Prüfstand. Alles bestens, läuft, heizt und bläst. Truma wieder eingebaut, alles kontrolliert, Probelauf bestanden. Endlich geschafft. 

 

Wir verabschieden uns, bekommen noch für alle Fälle die Visitenkarte mit, fahren zum Einkaufen und suchen vorher noch ein Restaurant auf. 

Gesättigt besteigen wir LEO und holen noch Brot beim Bäcker, da springt der blöde Ventilator der Truma wieder an. Verdammt, Maurice hatte uns ans Herz gelegt nicht den Hauptschalter zu betätigen. Die Werkstatt ist nun wiederum geschlossen, ist ja Samstag, auf den Hof kommen auch wir nicht mehr, mit der Telefon Nummer von der Visitenkarte erreichen wir Maurice nicht und die Handy-Nummer haben wir nicht. Super.

 

Fieberhaft überlegen wir, was wir tun können. Helga sucht einen Campingplatz in der Nähe aus, wo wir übers Wochenende stehen können und Strom haben. Sonst lutscht uns der Ventilator die Batterien leer, den lassen wir nun laufen. Glücklicherweise ist das Wetter schön und warm, so sitzen wir auf dem CampingPlatz draußen bei einem Glas Wein. Abends ziehen wir uns einen Film rein und hören so das unentwegte Rauschen vom Ventilator nicht. Maurice bekommt noch eine Email, damit er sich am Montag schon einmal “warm anziehen kann“ und weiß was auf ihn zukommt.

 

Montag früh erleben wir den Werksverkehr in Frankreich und umfahren auf Schleichwegen die morgendlichen Staus. 

Bei Maurice angekommen, sehen wir ihn derart ratlos, aber er ruft sofort die Hotline in Deutschland an und erfährt, dass man die Situation bedauere, das Probleme bekannt sei und mit einer korrigierten Platine der Fehler anscheinend behoben werden könne. Obwohl Maurice mindestens zwei Platinen zum Austausch am Lager hat, rät man Ihm, nur die neueste Platine zu verwenden, die man ihm per Express zuschicken will. Warten wir’s mal ab.

 

Dienstag, gegen 11:00 Uhr kommen zwei Kurier Fahrzeuge, UPS und ein Wagen ohne Namen und bringen bestellte Waren. Juhuuuu unsere Platine ist dabei. Der Gehilfe von Maurice rangiert ein anderes Fahrzeug aus der Werkstatt und wir fahren ein. Gegen 14:00 Uhr ist es dann vollbracht. Die Platine und ein paar zusätzliche Steuerkabel usw. wurden hinter den Wänden verbaut und es wird warm. Die Heizung funktioniert schon einmal. Er stellt alle erforderlichen Parameter auf dem Display ein, sammelt sein Werkzeug zusammen und tut so, als sei das alles normale Routine. Dann machen wir noch ein wenig Small Talk über Googles Sprach App, bedanken uns tausendmal und fahren mit gekreuzten Fingern vom Hof. 

Bis jetzt, acht Stunden nach dem Einbau der Platine hat sich nichts ereignet, die TRUMA arbeitet einwandfrei.

Nachtrag:

Bis heute, 08.10.2019, arbeitet die Truma ohne Zwischenfälle, Toi, Toi, Toi.

 

 

24. September 2019

ZU VIEL IST ZU VIEL

Unsere Winterreise nach Spanien steht an. Als gewissenhafter Autofahrer gibt man seinen Wagen noch rechtzeitig in die Werkstatt, um eine Inspektion durchführen zu lassen. Diesmal zu Mercedes Benz in Kiel.

Der Wagen ist fertig und von der Werkstatt abgeholt, die Rechnung kommt per Post. Man muss also nicht sofort löhnen. Das ist für mich schon positiv.

Reisefertig geht es am Samstag Nachmittags auf die Piste gen Süden. Nun fahre ich als Rentner, den die Zeit ja nicht mehr drängt, gerne gesittete 80-90 KM/h. LEO darf ohnehin nur max. 90 fahren.

Als wir die 404 verlassen und auf der A1 Richtung Hamburg unterwegs sind, meckert mit einmal die Ölkontrollleuchte (Ölkanne) mit einer Zusatzanzeige im Display "zu viel Öl im System“. Also auf den Seitenstreifen und angehalten, Taschenlampe unterm Arm, gelbe Weste angezogen und unter die Motorhaube geschaut. Am Ölstab war kaum etwas auszumachen, das frische Öl war so hell, das es selbst mit grellem Licht nicht zu sehen war. Letztendlich war zu viel Öl am Messstab erkennbar. 

Gott sei Dank wir haben ja den ADAC. Komfortabel über die Telefon App werden Mitgliedsnummer, Namen, Fahrzeugtyp und Standortdaten gleich übermittelt. Zwei Minuten später kommt der Rückruf, kurze Abfrage der Pannenursache und der nächste Wagen ist benachrichtigt.

Keine 20 Minuten später war der Wagen vor Ort. Ursache kurz geschildert und der Fachmann schwingt sich ans Telefon und spricht mit einem Kollegen, der diese Art Panne schon kennt. Es gibt keine andere Lösung, als das überschüssige Öl abzusaugen. Die Jungens haben ja wirklich alles an Bord. Schon fingert er einen Schlauch in das Rohr in dem der Messstab steckt, setzt eine überdimensionierte Arztspritze auf den Schlauch und saugt ab. Es kommen ca.1 Ltr. zusammen. Ganz schön zu viel.

Der ADAC Mensch schickt uns wieder auf die Autobahn, drückt uns die Daumen, gibt uns seine Telefonnummer noch mit auf den Weg und den Rat, uns sofort zu melden wenn die Lampe wieder leuchtet.

Eine ganze Weile geht alles gut. Der ADAC Mensch ruft uns unterwegs noch an und fragt nach, ob alles gut läuft, was wir bejahen können. Bis dann die Lampe doch wieder aufleuchtet. Ich reduziere meine Geschwindigkeit etwas und siehe da, die Lampe erlischt. So geht es 3-4 Mal, bis wir die “Raststätte Aller Tal“ kurz vor Hannover anfahren und uns beim ADAC Menschen wieder melden. Der organisiert sofort einen neuen Kontakt zu einem seiner Kollegen in diesem Bereich. Und 12 Minuten später war auch er an Ort und Stelle. Wusste schon über alles bescheid, schritt sofort zur Tat und hat noch einmal einen halben Liter entnommen. Nun ging es wieder auf die Autobahn Richtung München. Der letzte halbe Liter hat Wirkung gezeigt. Wir konnten bis Forchheim in Franken durchfahren, aber nicht ohne aufleuchtende Kontrolllampe. Doch mit der genau dosierten Geschwindigkeit klappte es einwandfrei das Problem zu kontrollieren. In Forchheim war es zu spät, um die Werkstatt noch anzulaufen, aber am nächsten Morgen. Hier hat man gar nicht große Fragen gestellt, kannte das Problem wohl schon und hat einfach genug abgesaugt und uns gute Fahrt gewünscht.

Seither hat die Kontrollleuchte nicht mehr gemeckert. 

 

Erkenntnis:

Zu viel ist nicht immer gut.

Ist auf die Werkstatt kein Verlass mehr?

 

Der Sprinter reagiert sehr empfindlich auf überhöhte Ölmenge im System. Man sollte immer nur bis knapp unter der Maximum Marke Öl einfüllen. Bei zu viel und zu wenig Öl droht ein Motorschaden.

 

Das weiß auch die Werkstatt in Kiel. Da gab es nur den knappen Kommentar:

Da hat der Kollege es wohl zu gut gemeint.

Als ich darauf erwiderte:

dann werde ich den Ölstand jedesmal nach erfolgter Inspektion kontrollieren müssen, meinte er:

Nein, nein das war schon ein Fehler vom Kollegen.

 

19.Mai 2019

LEO SCHWÄCHELT

Seit Juni 2017 begleitet uns nun schon LEO auf unseren Touren durch Nord- und Südeuropa ohne Probleme. Doch auf unserem Italien-Trip verfolgt uns eine Pechsträhne. Am 24.02.2019 ereilt uns auf der A7 das 1. Problem: rechter Innenreifen hat totalen Druckverlust. Da es Sonntag ist, kann uns keiner so richtig weiter helfen. Selbst der ADAC hat für uns keine guten Vorschläge wie das Problem in den Griff zu bekommen sei. An Reifenwechsel an Zwillingsreifen traute ich mich nicht so recht heran. Außerdem war mir ärztlicherseits starke Anstrengung untersagt. Und Reifenwechsel war mir mit körperlicher Anstrengung noch im Gedächtnis. Also von der Autobahn herunter und in den nächsten Ort nach Nordheim, möglichst vor eine Reifenwerkstatt. Das klappte auch ganz gut, da der zweite Reifen ja intakt war. Montag Morgen beim Reifenhändler, der mir versicherte, dass er diesen Reifen nicht reparieren möchte, weil ich nun schon etliche Kilometer mit plattem Reifen gefahren bin. Es könnten sich innere Schäden gebildet haben. Also NEU und einen Tag darauf warten. Prima, es wurden zwei Tage daraus, aber danach ging die Fahrt fröhlich weiter.

 

Dann fiel zwischenzeitlich eine Rücklicht Birne aus, erneuert und alles war gut. Nur danach ging komischerweise der Monitor der Rückfahrt Kamera nicht mehr. Dem konnte ich leider auch kein Leben mehr einhauchen, weil meine Werkstatt die Kabel so eigenartig verlegt hat, dass ich diese und damit verbunden eine Sicherung, nicht finden konnte. Es geht ja auch ohne, aber nur wenn es sein muss.

 

09.04.2019 macht plötzlich LEO Zickentheater. Er macht Motor Geräusche und markiert das Grollen und Brummen eines Monster-Trucks, nur mit der Leistung hapert es vollständig, das Motormanagement hat in den NOTFALL-MODUS geschaltet. Geradeaus und zu ebener Erde ist es kein Problem zu fahren, doch kommt nur eine winzige Steigung und Italien hat nur Steigungen, geht ihm die Puste aus. Mercedes Benz Werkstatt aufgesucht in Altopascio und Glück im Unglück gehabt, der Werkstattleiter spricht ganz leidlich Deutsch. Man kann sich verständigen. Problem erkannt, Teile ausgetauscht und nächsten Tag weiter gefahren. 420 Euro abgedrückt.

 

Genau einen Monat später erscheint das gleiche Problem, nur da sind wir von unserer Werkstat 300 Kilometer entfernt. Bis dorthin zu fahren scheint so gut wie unmöglich, zu viele Steigungen. In Viterbo ist eine Mercedes Vertretung, die wir aufsuchen. Man stellt die gleiche Diagnose und erkennt noch einen weiteren Fehler in der Elektronik. Es muss das Teil bestellt und eingebaut werden und am nächsten Tag geht die Reise weiter. Alles sieht gut aus. LEO nimmt auch die Herausforderung an den Steigungen wieder an.

Und dann noch dieses:

Am 08. Mai 2019 machen wir eine Radtour, die in einem Reiseführer als angenehme und interessante Tour von ca. 15 Kilometern um einen See herumbeschrieben wird. Zunächst geht es ganz gut, naja ein wenig Sand auf dem Weg, aber man kann fahren. Bis der Weg ungemütlicher wird und mehr Sandflächen vorkommen in denen man mit dem Rad stecken bleibt. Das Fahren wird zur Strapaze. Einem entgegenkommenden Fahrzeug müssen wir ein wenig ausweichen. Der Fahrer hält und man kommt ins Plaudern, auf Deutsch. Er ist Tscheche, spricht sehr gut Deutsch und lebt in Italien. So beiläufig erwähnt er, das wir nach den ersten 10 Kilometern die wir schon zurück gelegt hatten, noch weitere 10 Kilometer vor uns liegen. Wir glauben, wenn die ersten 10 schon geschafft sind, werden wir diese auch noch bezwingen. Haben wir auch, nur dass Helga sich auf der nun vor uns liegenden miserabel befestigten Straße einen Platten gefahren hat, war nicht geplant. Nicht nur Schlauch, auch Mantel waren völlig aufgeschlitzt. Flicken war also ausgeschlossen. Wir waren in der Wallachei, keine Werkstatt, nur Gärten und wir kennen keine Menschenseele die uns hier heraus retten kann. Einen älteren Herrn fragen wir in gebrochenem Italienisch und mit Händen und Füssen, ob er Heiko zum Stellplatz fahren würde, doch der hatte keine Lust dazu und so mußte Heiko sich aufs Fahrrad schwingen und die restlichen 20 Kilometer bis zum Stellplatz zu fahren, um LEO für den Abtransport des Fahrrades zu holen. Helga lässt er mutterseelen allein zurück. Die Strecke zieht sich hin, aus den 20 werden 40 Kilometer (durch eine nicht geahnte Straßenführung). Letztlich war es Alles in Allem eine Tour von 62 Kilometern. Mit heraushängender Zunge erreicht Heiko LEO und fährt Helga abholen. Helga hat aber zwischenzeitlich Gesellschaft von dem Gartenbesitzer und dessen Frau bekommen, wo sie sich mit dem Fahrrad aufhielt. So war das Warten denn ein wenig mit Ablenkung versüßt. Nach unserer Rückkehr mussten wir uns erst einmal in einem Restaurant von der Strapaze und dem Schrecken erholen.

 

Am 13.05.2019, wir hatten vor die Gegend um den Naturpark Gargano weiter zu erkunden. Die Straßen mit tausend Serpentinen und Steigungen verhießen jedoch nichts Gutes und Heiko hatte wohl so eine Vorahnung und wollte LEO das nicht antun. Unser Vorhaben aufzugeben und stattdessen gen Norden zu fahren, war eine weise Entscheidung.  Denn auf der Strecke bekam LEO wieder diese “Atemnot“ und verlor seine Kraft komplett. Wir erreichten in San Salvo eine Mercedes Werkstatt, die uns den Computer, der die Systemfehler aufzeichnet, resettet (zurück setzt). So konnten wir trotz Fehler bis nach Altopascio unserer ersten Werkstatt kommen.

Kurz vor Florenz ging das Spiel wieder von vorn los. Auf der Suche nach einem Stellplatz in Montecatini gab es plötzlich ein ungewohntes, sich wiederholendes ekliges Geräusch von draußen. Wir hatten uns eine richtig dicke Schlossschraube in den linken Vorderreifen gefahren. Heiko hatte keine Ahnung wie weit wir noch kommen würden, da die Luft nicht urplötzlich entwich, sondern sehr sehr langsam. Also einen Platz suchen und Reifen wechseln. Dank der hydraulischen Niveau-Stempel war es dann doch nicht so anstrengend, wie gedacht. 

In Altopascio war man natürlich sehr verwundert uns schon wieder zu sehen. Die Fehler-Diagnose ergab diesmal einen schweren Fehler in der Ladeluft zum Turbo. Nach Ende verschiedener Messmethoden meinte der Meister er müsse das Ladeluftsystem demontieren und komplett durchchecken. Es zeigte sich, dass sämtliche Dichtungen und Packungen angefressen und undicht waren. Das hat uns noch einmal 1140 €, vier Tage Hotelaufenthalt und Mietwagen gekostet. Aber heute atmet LEO wieder gesund mit voller Kraft. Und dank ADAC wurden die Kosten für Mietwagen und Hotel erstattet.

 

09.07.2027

FAHRZEUGDATEN

Basisfahrzeug: Mercedes Benz Sprinter

 

Baujahr: 2008

Typ: 1313  ATM00000

Motor: Diesel 6 Zylinder

kW: 135 (184 PS) 3800/min

Hubraum: 3 Ltr.

Ausführung: Euro IV

Getriebe: 6 Gang

Zulassung als: Sonder KFZ Wohnmobil üb. 2,8 T

Geschwindigkeit: 90 Km/h

1. Zulassung: 30.10.2008

2. Zulassung: 08.06.2017

Länge: 650 cm

Breite: 240 cm

Höhe: 330 cm

Gewicht leer: 3400-3500 Kg

Zul. Gesamtgewicht: 5000 Kg

Anhängelast gebr.: 2000 Kg

Anhängelast ungebr.: 750 KG

Reifen: 205/75R16C 110/108R

Felgen: 5,5 J x 16

Vorderachse: mit erhöhter Traglast

Federn und Dämpfer: verstärkt

Batterie: 12V 100 Ah

Generator: 14V / 220 A

Fenster: 7

Dachluken: 3

Gasraum: 2 x 11 Ltr.

Kühlschrank: 97 Ltr. NEU

Frischwasser: 120 Ltr.

Küchentank: 20 Ltr.

Kabinen Kantenschutz umlaufend NEU

 

 

 

 

Techn. Einrichtungen

Elektr. Stabilitätsprogramm ESP

Lenkradverstellung

Unterfahrschutz

Berganfahrhilfe

Klimaanlage halbautom.

Tachograph

Dieselpartikelfilter

Nebelscheinwerfer

Tempomat

Reserverad

Schwingsitze Fahrer/ Beifahrer

Rückfahrkamera mit Monitor Fahrerhaus

Navigation ü. Tablett

Fahrzeugniveau-Regulierung hydraulisch

Weitere Ausstattungen innen/aussen

Inneneinrichtung Luminum 2000

Rundsitzgruppe

Akoven mit 2 Betten 200 x 85 cm

Doppelbett Sitzgruppe

Froli Bettensystem

Kaltschaummatratzen

Aussenmarkise

Heizung Truma Combi 6 kW NEU

Boiler: 12 Ltr. NEU

Ladeautomat IUoU 16 A

Solaranlage 2 x 120 W

Bittner Wandler 1700/ 3400 W

Bittner Lade-Booster

Toiletten Entlüftung

Aussendusche

 


30.05.2017

BIMOBIL LB 365 AUF MERCEDES BENZ

Von Zeit zu Zeit gab es einen Blick in die Angebote von mobile.de und auf unser letzten Rückkehr 2016 aus Spanien, hatten wir einen Stopp in Frankreich und bei einem Blick ins Internet entdeckte Heiko mal wieder , wie schon so oft, ein Bimobil LB 365. Diesmal kam das Angebot aus Schleswig-Holstein, genauer gesagt aus Österrönfeld bei Rendsburg. Ganz automatisch kam die Anfrage unsererseits und der Termin andererseits zustande. Da Stand nun unserer Traum in der Farbe blau/silber, gebraucht zu einem - na ja - noch annähernd akzeptablen Preis. Nur rund 80 000 Km gefahren, gleiches Alter wie LOLA. Diese hatte immerhin 130 000 km auf dem Tacho. 

 

Liebe auf den ersten Blick war es nicht wirklich, was verwunderlich war. Wir haben das Gespräch mit dem Verkäufer abgewartet und uns angehört was er zu unseren Veränderungswünschen zu sagen hatte, denn an dem Wagen hatte einiges was uns ganz und gar nicht gefiel, und anderes was zusätzlich ein- oder angebaut werden müsste. Die Vorgänger waren mit einigen Dingen recht nachlässig. Die Teile, die stark benutzt aussahen, wollten wir ausgetauscht haben. Man ist auf alle unsere Wünsche eingegangen und kam uns beim Preis der Sonderwünsche entgegen, das gab dann den Ausschlag zur Kaufzusage. Trotz aller Zusagen und den akzeptablen Preis für unsere gebrauchte LOLA, war der noch zu zahlende Preis nicht ohne und verursachte uns Bauchschmerzen in den Nächten nach dem Kaufabschluss, so manche Schlaflosigkeit. Doch mit den Tagen vergingen auch dieses und wich der Vorfreude auf den NEUEN.

 

Nun stand eine Menge Arbeit an, LOLA säubern, alles ausräumen, teilweise demontieren, alles was an LOLA mal verändert wurde zu beseitigen oder die Teile in einen großen Karton packen. Der Keller füllte sich zusehends. Es machte schon Mühe alle Details zusammenzustellen. Dann kam der Tag wo LOLA übergeben werden sollte. Das ging ganz formlos über die Bühne, aussteigen, abschließen und Schlüssel und Papiere übergeben und LOLA war nicht mehr erreichbar. LEO aber auch noch nicht, weil an ihm doch noch unsere Sonderwünsche eingebaut werden mussten. Das brauchte Zeit und unsere Geduld. Die Pfingstwoche sollte Übergabe sein, das konnten wir vergessen. Lieferzeiten waren der Grund von Verzögerungen. Bis es endlich fast überstanden war. 

 

Do 8.Juni 2017 Tag der Übergabe war gekommen. LEO wurde in den Verkaufsraum gefahren, mit kraftvollem 6 Zylinder-Sound, 3,30 m hoch, blau/silber und so anders als alle anderen WoMo’s. Eine ausführliche Einweisung erfolgte und man eröffnete uns, dass einige Teile noch eine Weile brauchen würden, bis diese für den endgültigen Einbau zur Verfügung stünden. Das Tisch-Untergestell wackelte immer noch, der Eingangstür-Gasdämpfer fehlte (6 Wochen Lieferzeit), die vorhandene Treppe zum Alkoven sollte gewollt nachträglich eingebaut werden, aber sonst war alles komplett. Schließlich fuhren wir mit LEO nach Kiel. 

 

Zuhause stellt Heiko fest, dass wir gar kein 230V Strom im Wagen haben. Aber dafür hatten wir doch die 2 neuen Batterien und das neue Solarpaneel einbauen lassen. Wieso hat der Wagen keinen Wandler? Frust. Das große Elektronikteil war kein Wandler sondern ein Batterielader. Sofort ging eine Nachfrage und schließlich eine Neubestellung heraus, Wandler 1700 W mit der Treppenart die wir nun festgelegt hatten und ein paar Steckdosen mehr. Das ließ nun wieder auf sich warten, die Termine in der Werkstatt waren so eng, dass man uns nichts genaues sagen konnte. Und so zog sich das bis zum 6. Juli 2017 hin. Nun war fast alles komplett. 

Der Wagen wurde eingeräumt, so viel wie möglich unterbringen um im nächsten Moment festzustellen, dass es so doch nicht geht. Wieder umgepackt usw.

 

Am 9. Juli 2017 geht es endlich auf Probefahrt in den Südwesten Deutschland, um unsere grüne LPG Gasflasche einbauen zu lassen. Auch hier Terminschwierigkeiten. Am 21.07.2017 erfolgt dann dieser Einbau. Von Tag zu Tag freunden wir uns mit LEO mehr und mehr an. Erst sind die Betten zu hart, dann die Polster auf der Rundsitzgruppe. Aber am nächsten Tag sieht die Welt schon wieder anders aus. Das mit den Betten gibt sich mit jedem Tag mehr, ja langsam beginnt man heimisch zu werden. Aber der Stauraum muss gründlich überdacht werden, das funktioniert in der Praxis nicht wie Heiko gepackt hat. Aber das werden wir noch hin bekommen.

 

Am 18. Juli sind wir 10 Tage unterwegs und freuen uns immer mehr über die richtige Entscheidung für LEO.

 

 

08.07.2017

DAS WAR “LOLA“

LOLA war gestern, LEO ist heute

 

 8 Jahre sind wir mit LOLA (einem Hobby Van exclusive Bj. 2008) durch dick und dünn gefahren. Richtig im Stich gelassen hat sie uns, wenn man es genau nimmt, nie. Zwar gab es die eine oder andere Spannung zwischen uns, z.B. Wassereinbruch aus den Leitungen in der Küche, die Duschwanne bekam Risse und wurde undicht, das Panorama-Sonnenfenster löste sich im heißen Sommer aus der Verklebung oder das runde Dachfenster in der Dusche kam uns ebenso im heissen Sommer während der Fahrt abhanden. Die Kratzer auf der linken Wagenseite kamen von einem anderen Verkehrsteilnehmer, der es nicht für nötig hielt zu seinem Missgeschick zu stehen und statt dessen Fahrerflucht begangen hat. Die kleine Verletzung über dem rechten Rücklicht kam von Heiko’s Unvermögen den Rückwärtigen Überblick zu behalten und für die leichte Verformung rechts hinten an der obersten Wagenecke übernahm ein Baum, der im Weg stand, die Verantwortung. Ansonsten war alles “paletti“. Na ja, der Innenraum hätte machmal schon größer sein dürfen wenn wir standen und wohnten, aber wenn wir fuhren, wäre kürzer und kleiner besser gewesen. 

 

Und so entstanden in den letzten 8 Jahren Träume die zunächst unerreichbar erschienen, weil viel zu teuer. Und wieso eigentlich, wir waren doch glücklich mit der LOLA. Sie fiel nicht so auf, war meistens kleiner und kürzer als andere WoMo’s und fuhr tadellos und ohne Mucken tausende von Kilometern, Kreisel, Steigungen und Serpentinen. Wir fuhren oft dort hin, wo andere sich nicht trauten und standen oft so dicht am Atlantik, dass LOLA später ganz weiss von Salz war.

Trotzdem war unser stiller Traum, der unerreichbare, nicht ganz aus dem Sinn und immer wieder einmal ging der suchende Blick ins Internet.