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ERSTE EINDRÜCKE IN ITALIEN

Mehrfach hatten wir uns schon vorgenommen mit LEO Italien zu durchfahren. In diesem Jahr wurde es Realität. Vor ca. 20 Jahren waren wir schon einmal in der Toscana, jedoch mit einem Ford Bus ohne Hochdach. Nie hatten wir Probleme irgendwo zur Nacht zu stehen. Nun nach 20 Jahren sieht die WoMo Welt in Italien ein wenig anders aus. Die Zeit die wir gewählt haben war goldrichtig. Der beginnende Frühling bringt genügend schöne und auch warme Tage hervor. Die Reisewelle der WoMo hat hier noch nicht begonnen. Obwohl man den Eindruck gewinnen möchte, wenn man einen Stellplatz erreicht hatte. Die verfügbaren Plätze waren zum Teil schon belegt. Aber es stellte sich heraus, dass es sich hier um abgestellte Fahrzeuge handelte, die keinen anderen Platz zum Überwintern gefunden hatten.

Bis zu den Feiertagen wie Ostern, läuft noch alles normal ab. Selten findet man mehrere WoMos vereint auf einem Platz. Die Einheimischen und auch Ausländer sind in der Regel noch nicht unterwegs. Dagegen ist in der Osterwoche überall der “Bär“ los. Gleichzeitig haben die Kinder Osterferien und man kann sich schnell ausmahlen, was das für die Familie liebenden Italiener bedeutet. Da können schon einmal drei Generationen in einem Wohnmobil unterwegs sein. Entsprechend lebhaft geht es dann auf den Stellplätzen zu. Die Abstände zwischen den parkenden Mobilen verringern sich dann dramatisch, bis auf Schulterbreite ist nicht gesponnen. Wir flüchten uns dann auf abgelegenere Plätze oder mieten uns dann auf einem Bauernhof ein.

 

Erste Eindrücke ganz knapp zusammen gefasst:

Essen gut und lecker aber oft teurer als wir es gewohnt sind. Menschen seeehr freundlich und angenehm. Landschaft grandios. Stellplätze kostenlos immer verfügbar, Ver-u. Entsorgung öfter als erwartet vorgefunden. Nicht immer in bestem Zustand, aber oft sehr schön gelegen und die Einrichtungen einfach und unkompliziert. Straßen oft ziemlich schmal (zumindest für LEO's 2,40 Breite), Straßenzustände katastrophal bis halsbrecherisch.

Verkehrsteilnehmer gewöhnungsbedürftig: größte Vorsicht ist vor Kurven angesagt, hier wird man in den Kurven geschnitten was das Zeug hält. Oft kommt der Gegenverkehr in der Kurve auf der falschen Spur entgegen. Eine Unart mit der man als Nordeuropäer zunächst nicht recht zurecht kommt. Und dann sind da noch die Berge. Von den unmittelbaren Küsten einmal abgesehen, besteht Italien ja fast nur aus Bergen. Das hatten wir so nicht mehr in Erinnerung. Und wenn man dann noch den äußerst miserablen Straßenzustand berücksichtigt, macht es wirklich Sinn Italien nur auf den Autobahnen zu durchqueren. Die Kosten sind verglichen mit Frankreich eher human. Das Bergauf und bergab fahren auf schlechten Straßen mit vielen sehr steilen Steigungen und Serpentinen und Versprüngen in der Strassendecke ist für Fahrer und Material eine Herausforderung, verbraucht viel Zeit und Sprit.

 

Hier noch ein gutgemeinter Rat. Vertraut NIE aber auch NIE dem Navi. Es führt Euch bei nächster Gelegenheit in die engsten Straßen und Ortsbereiche, die für Fahrzeuge möglicherweise gesperrt sind. Ihr kommt man dann in Situationen, die man so nicht gewollt hat, aber nur schwer gelöst bekommt.

Und unbedingt zu beachten ist die Beschilderung ZTL - heißt Zona Traffico Limitato eingeschränkter Verkehrsraum, zugelassen nur für registrierte Fahrzeuge. Überwiegend sind diese Beschilderungen mit einer Kamera überwacht und Verstöße werden akribisch verfolgt, auch bei Ausländern.

 

Ob weitere Berichte folgen werden ist fraglich, Helga hat nicht so die rechte Lust. Warum dies so ist, werdet Ihr verstehen wenn Ihr diesen Beitrag lest: LEO schwächelt