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Reiseverlauf Italien 2019

Helgas “Neue Augen“ haben uns zwangsläufig eine längere Unterbrechung unserer Reisetätigkeit beschert, als uns recht war. Aber wie wir Norddeutschen sagen: Wat mutt, dat mutt, heißt: es ist unumgänglich.

So unentschlossen über das diesjährige Reiseland waren wir noch nie. Geht es nach Griechenland, nach Italien, Frankreich oder doch wieder nach Spanien und Portugal? Für die Vorbereitungen schon von größter Wichtigkeit. Gen Westen ist im Moment noch alles recht einfach, wir kennen die Strecke, man zahlt seine Maut in bar oder per Plastik an der Maut Schranke und weiter gehts.

Nach Süden sieht das schon anders aus. Die Schweiz, Österreich, und die Staaten an der Adria haben alle unterschiedliche Arten der Maut und deren Bezahlung. Die Schweiz hat dabei noch das einfachste System. So haben wir uns nach langem Hin und Her für das Maut Bezahlungs-System der Dänen entschieden. Mit deren Maut-Box kommen wir durch Österreich, aber auch durch Skandinavien und da werden wir mit Sicherheit auch wieder unterwegs sein wollen.

Immer noch unentschlossen, aber nicht uninformiert treten wir also den Weg am 23. Februar nach Süden an. 

 

24. Febr.

Auf Höhe Nörten-Hardenberg schlägt das Reise Schicksal zu. Platten hinten rechts, Zwillingsreifen innen. Genaues ist nicht auszumachen, nur soviel, dass der Reifen rasend schnell seinen Druck verliert. Also runter von der Autobahn und auf eine Tankstelle. Die kann uns nicht weiter helfen, der ADAC diesmal auch nicht wirklich. Alle Fahrzeuge unterwegs oder zu weit weg. Ein Partnerunternehmen des ADAC will gleich von vornherein mehr Geld haben als der ADAC in unserem Fall zahlen würde. So entschließen wir uns in langsamer Fahrt nach Northeim zu begeben. Stehen dort eine Nacht auf einem Parkplatz und nehmen am Montag den Kontakt zu einem Reifendienst auf. Der bestellt uns den Reifen für Dienstag, kann aber sein Versprechen nicht einhalten, weil der Reifen nicht eintrifft. Erst Mittwoch der laufenden Woche kann der Reifen montiert werden und wir können unsere Fahrt fortsetzen. Zwischenzeitlich hat Helga am Dachfenster im Bad Verfärbungen von Feuchtigkeit festgestellt. Und bevor wir das Risiko eingehen unterwegs bei Regen hilflos zusehen zu müssen wie die Feuchtigkeit im Innern des Wagens verschwindet, machen wir mit Bimobil noch einen Termin für die Abdichtung des Fensters. Die haben aber keine Kapazität frei, geben uns trotzdem einen kurzfristigen Termin für den 27. Febr, den wir aber nicht einhalten können, weil die Reifenmontage länger dauerte. 

So endet es dann, dass ein neues Fenster geordert wird und Heiko den Einbau am 28. selbst übernehmen wird.

Northeim N 51°42’38” O 10°0’7” 

 

28. Febr.

Fenster ist eingebaut und entsprechend abgedichtet. Ging schneller als man sich vorstellen konnte. 

Nun geht es aber wirklich weiter. Kurz vor Österreich hat Helga einen Nachtplatz markiert, kurz entschlossen halten wir aber an einem großen freien Platz an einer Bier Brauerei. Nichts ahnend begeben wir uns in die Gastwirtschaft und werden von einer Menge maskierter Menschen überrascht. Womit wir nicht gerechnet haben, ist Altweiberfasching. Bis etwa 21:30 halten wir in der Gastwirtschaft durch. Na die Nacht wird lang und laut. Gegen 2:30 h kehrt endlich Ruhe ein und auch Heiko kann schlafen.

Maxelrain Bräustüberl N 47°53’50” O 11°59’13”

 

01. März

Nicht gut ausgeschlafen bricht der Tag für uns an. Die Fahrt durch Österreich mit der dänischen Maut Box klappt wunderbar. 22 Mal piept es bis wir in Italien im Ort Brenner ankommen und die Autobahn verlassen. 

Im Outlet Store von Bialetti (N 47°0’20” O 11°30’22”) noch eine größere Espresso Kanne besorgt und weiter gehts Richtung Bozen. 

In Neumarkt finden wir einen leidlich ruhigen Platz für die Nacht.

N 46°19’16” O 11°16’27”

 

02. März Sa.

Planmäßig führt uns die Route nach Bassano del Grappa. Verpassen zunächst den ausgewiesenen Platz, zum Glück gibt es ja Kreisel zum Wenden. Finden den Platz der nur über eine Zufahrt Schranke erreicht werden kann. Man steht hier zu mehreren Fahrzeugen am Rande eines großen Gemeinschafts-Parkplatzes. Eingefasst mit hoher Mauer und damit einigermaßen geschützt vor Strassenlärm und die Videoüberwachung schreckt wohl Langfinger ab. Hoffen wir. 

Bassano del Grappa, ein Ort am südlichen Rand der Alpen, in der Provinz Vicenza in Venetien. Der Fluss BRENTA fließt westlich von Nord nach Süd durch den Ort. Drei Brücken überqueren den Fluss, die bekannteste davon eine aus dem 13. Jahrhundert stammende, überdachte Holzbrücke die “Ponte degli Alpini“. Bekannt ist Bassano del Grappe auch für seine vielen Grappa Destillerien.

 

Wir haben uns noch für den Nachmittag einen Bummel durch den Ort vorgenommen. Ein Shuttle-Bus im 10 Minuten-Takt hält die Verbindung zwischen Parkplatz und Ortsmitte aufrecht. Und für 1,20 € hin und zurück ein günstiges und komfortables Unterfangen. Uns wundern schon die vielen Leute die im Ort unterwegs sind. Und na klar auch hier ist Carneval. Man macht seinen Stadtbummel und wartet dann auf das Essen in der Osteria oder Trattoria. 

Wir kaufen in einem Feinkostladen noch einige leckere Käse und Brot ein, dann nehmen wir den Shuttle zurück zum Platz, weil wir nicht genau verstanden haben wann wegen des Carneval der letzte Bus zum Platz aus der Innenstadt fährt. Im Wagen genießen wir bei entsprechendem Wein das Eingekaufte und versuchen die dröhnende Musik aus dem Ort zu überhören.  

N 45°45’28” O 11°43’52”

 

 

03. März So.

Heute Sonntag ist der Shuttlebus eingestellt, weil die Innenstadt wegen der Umzuge gesperrt ist. Wie gut, dass wir gestern schon unseren Bummel absolviert haben. Zu Fuss ist es doch ein nicht zu unterschätzendes Stück Weg in die Innenstadt. Eine nicht enden wollende Autoschlange kommt im Schritttempo auf den angrenzenden Parkplatz und ganze Familien entsteigen in unterschiedlichsten Kostümen den Fahrzeugen und gehen in Richtung Stadtmitte. Allmählich dringt auch die Musik der Umzugswagen über den Platz, kommt aus unterschiedlichen Richtungen. Das zieht sich 2-3 Stunden hin bis die Musik abebbt und die kostümierten sich wieder auf dem Parkplatz einfinden und den Heimweg antreten. Zum Abend kehrt Ruhe ein und es wird eine angenehme Nacht.

 

04. März

Aufbruch nach Treviso

N 45°36’52” O 12°15’14”

 

05. März 

Am Stadion von Citadella

N 45°38’37” O 11°46’47”

 

06. März

Montagnana

N 45°14’13” O 11°27’49”

 

07. März

Stellplatz in den Bergen bei Scesta. Kleiner Ort.

N 44°2’11” O 10°39’36”

 

08. März

Eine Route der Superlative, enge Strasse und steil bergauf mit vielen Serpentinen. Strassenbreite von LEO und einem halben Auto mehr. Collodi der Ort wo Pinicchio entdeckt wurde.

Erreichen Montecarlo, durchlaufen den überschaubaren Ort innerhalb der Stadtmauern und gehen bei einer Deutschen essen.

N 43°51’10” O 10°40’7”

 

LEO streikt. Motorrmagement bekommt eine Diagnose bei Mercedes in Altopascio. Luft-Regel-Anlage arbeitet nicht korrekt. Machen Termin für Montag, um das defekte Teil auszutauschen.

Montecarlo und die gruseligen Erfahrungen in Lucca, fahren unbewusst in die ZTL der Altstadt in Lucca und erleben bange Minuten, weil Durchfahrten entweder zu niedrig oder zu schmal erscheinen. Ziemlich sicher werden wir wohl ein Strafmandat erhalten. Fragt sich nur wie hoch es ausfallen wird. (Fahrzeuge mit Partikelfilter haben anscheinend freie Fahrt. Das ist aber nicht gesichert).

Übernachtung in Montecarlo

 

09. März

Ganztägig in Montecarlo, Mittagessen im Ort

 

10. März

Sonntag verbringen wir auf dem schrägen Parkplatz vor dem Montecarlo. Gegen Mittag leichter Regen.

 

11.März

Werkstatt

San Casciano in Val di Pesa

N 43°39’35” O 11°11’26”

 

12. März

Nach Greve Stellplatz, eingekauft und im Bistro Tatar und Chingiale  Wildschwein gegessen.

Aufbruch nach Montefioralle Nachtplatz. Die Straßenbreite ist mit 2,30 m angegeben, doch wir kommen gerade so an den Felskanten vorbei.

N 43°35’3” O 11°18’56”

 

13. März

Montefioralle Ortsbegehung, Fotos. Der Tag ist trübe, trotzdem bleiben wir hier noch eine Nacht.

N 43°34’51” O 11°18’5”